Wenn Auswurf, Husten und Atemnot die Lebensqualität massiv einschränken

Menschen, die unter COPD leiden, können trotz Behandlung mit Medikamenten eine Verschlechterung ihres Zustandes erleiden, zum Beispiel durch eine Infektion der Atemwege. Durch diese verstärken sich die Atembeschwerden plötzlich. Eine solche Verschlechterung heißt in der Fachsprache Exazerbation. Tritt diese auf, sollten Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Er kann entsprechend reagieren und Ihre Therapie falls erforderlich anpassen.

COPD ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, der übersetzt „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“ bedeutet. Bei COPD handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Lunge, die sich durch Atemnot, Husten und Auswurf bemerkbar macht.

Wenn Sie trotz COPD-Therapie unter diesen Symptomen leiden oder sich diese verstärken, gehen Sie bitte gleich zum Arzt und schildern ihm Ihre Beschwerden. Unsere Broschüre kann Sie dabei unterstützen. Unter Umständen kann eine Anpassung Ihrer Therapie notwendig sein.

In Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen unter dieser lebensbedrohlichen Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass COPD bis zum Jahr 2030 die weltweit vierthäufigste Todesursache sein wird. Das größte Risiko an COPD zu erkranken haben Raucherinnen und Raucher.

COPD: Definition der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung

COPD steht für chronische Erkrankungen der Lunge, die auf dauerhaft verengten Atemwegen beruhen. Zu diesen Erkrankungen zählen:

  • die chronisch obstruktive Bronchitis – die Bronchien sind dauerhaft verengt und die Betroffenen leiden unter einem chronisch-produktiven Husten.
  • das Lungenemphysem – die Lungenbläschen, in denen der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet, sind zum Teil zerstört oder überdehnt. Zusätzlich verdicken sich die Wände der Atemwegskanälchen und deren Elastizität lässt nach. Das führt nach und nach zu Atemnot und einer schlechten Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.

COPD ist nicht heilbar – die Veränderungen in der Lunge lassen sich nicht rückgängig machen. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, bei möglichen Verschlechterungen der Symptome das Gespräch mit Ihrem Arzt zu suchen. Denn es gibt Medikamente, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität deutlich verbessern können. Neben der medikamentösen Behandlung ist der Verzicht auf das Rauchen der wichtigste Faktor, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Wie merke ich, dass ich unter COPD leide oder sich meine COPD-Symptome verschlechtern?

Vor allem Menschen, die schon seit vielen Jahren rauchen, erkranken an COPD. Die häufigsten Symptome sind Auswurf, Husten und Atemnot. Sie werden gemäß ihrer Anfangsbuchstaben auch als „AHA“-Effekt bezeichnet. Wenn Sie solche Symptome haben, oder sich Ihre Symptome trotz Behandlung plötzlich verschlechtern, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Es kann sich um eine sogenannte Exazerbation handeln, die eine sofortige Behandlung und gegebenenfalls eine Anpassung der Medikamente nötig macht.

Nutzen Sie unsere kostenlose Broschüre, um Ihrem Arzt Ihre Beschwerden zu verdeutlichen. Hier geht’s zum Download.

Wenn Sie bereits wegen COPD in Behandlung sind und Ihr Alltag trotz bronchialerweiternder Medikamente durch die COPD-Symptome beeinträchtigt wird, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.