Bei der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit COPD hängt der Verlauf davon ab, wie zeitig die Diagnose und der Beginn der Therapie erfolgen. Harmlos wirkende Beschwerden wie Husten stehen am Anfang einer COPD – der Verlauf setzt also schleichend ein. Für die richtige Behandlung ist es deshalb wichtig, das Stadium der Krankheit zu ermitteln. Hierfür wird der Verlauf in unterschiedliche Schweregrade unterteilt. Grundlage der Unterteilung sind die gemessene Lungenfunktion, die COPD-Symptome, wie Auswurf, Husten oder Atemnot sowie akute Verschlechterungen.

COPD behandeln Verlauf
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Schweregrade zur Beschreibung des COPD-Verlaufs

Die Schweregrade einer COPD sind entscheidend für die richtige Behandlung. Denn nur wenn der Arzt weiß, wie in welchem Stadium des COPD-Verlaufs sich der Patient befindet, kann er die richtige Therapie einleiten.

Dafür wird der Arzt ein ausführliches Gespräch führen und eine körperliche Untersuchung durchführen, um die Symptome und Beschwerden zu überprüfen. Auch die Lebensweise des Patienten spielt dabei eine Rolle:

  • Im Gespräch geht es um Punkte wie Art und Häufigkeit von Beschwerden wie Husten und Atemnot. Der Arzt wird dafür Symptomfragebögen verwenden. Auch weitere Punkte, die einen Einfluss auf die Krankheit haben können, werden besprochen – wie Rauchen und Belastungen durch Umwelteinflüsse.
  • Bei der körperlichen Untersuchung hört und klopft der Arzt die Lunge ab. Außerdem überprüft er das äußere Erscheinungsbild des Brustkorbs. Dann wird er eine Lungenfunktionsmessung (Spirometrie) durchführen.

Wenn der Hausarzt eine COPD diagnostiziert, überweist er den Patienten zu einem Lungenfacharzt (Pneumologen). Der wird die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die Erkenntnisse aus Gespräch überprüfen und daraus eine Einstufung des Schweregrads einer COPD ableiten.

Die Schweregrade des COPD-Verlaufs werden wie folgt beschrieben:

  • Milde COPD: Öfter auftretender Husten mit gelegentlichem Auswurf; leichte Kurzatmigkeit bei schnellem Gehen und körperlicher Arbeit.
  • Mittlere COPD: Häufiger Husten, meistens mit Auswurf; stärkere leichte Kurzatmigkeit bei schnellem Gehen und körperlicher Arbeit, lange Genesungszeiten (mehrere Wochen) bei Erkältungen und Infekten.
  • Schwere und sehr schwere COPD: Starker Husten mit viel Auswurf; Atemprobleme bei Tag und bei Nacht; lange Genesungszeiten (mehrere Wochen) bei Erkältungen und Infekten; Treppensteigen ist sehr belastend, Berufstätigkeit und Verrichtung von Hausarbeiten sind nicht mehr möglich.

Bei der Therapie wird der Arzt außerdem gemeinsam mit dem Patienten festlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um Symptome zu lindern und Verschlechterungen vorzubeugen.Eine gute Vorbereitung für ein Arztgespräch bietet der kostenlose Flyer, der hier heruntergeladen werden kann.

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