Viele COPD-Patienten haben eine mangelnde Sauerstoffversorgung. Wird diese chronisch und verursacht eine starke Atemnot, kann eine Langzeit-Sauerstofftherapie helfen.1, 2

Sauerstofftherapie bei starker Atemnot

Eines der Hauptsymptome einer COPD ist Atemnot. Sie entsteht, da sich die Atemwege auf Grund der Entzündung mehr und mehr verengen. Es wird Lungengewebe zerstört (Lungenemphysem), wodurch weniger Fläche für den Gasaustausch bei der Atmung zur Verfügung steht. Der Patient leidet unter Atemnot – erst nur bei Belastung, bei weiterer Verschlechterung auch im Ruhezustand. Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Den benötigt er aber für die biochemischen Prozesse der Energieerzeugung im Körper. Ob ein Sauerstoffmangel vorliegt, kann der behandelnde Arzt durch eine Blutuntersuchung ermitteln.

Sauerstoffmangel im Blut verursacht bei den Patienten Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Atemnot. Diesen Symptomen soll mit einer Sauerstofftherapie entgegengewirkt werden.

Dem Patienten wird im Rahmen der Therapie mit Sauerstoff angereicherte Luft über ein Sauerstoffsystem zugeführt. Über einen dünnen Schlauch, der mit einem Nasensteg in beiden Nasenlöcher positioniert wird (sog. Nasenbrille), gelangt der Sauerstoff in die Atemwege.

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen wegen COPD in Behandlung sind und unter verstärkter Atemnot leiden, sollte mit dem behandelnden Arzt über dieses veränderte Symptom gesprochen werden. Der kostenlose Flyer, der hier zum Download bereit steht, hilf dabei, das Arztgespräch vorzubereiten.

COPD behandeln Sauerstofftherapie
Thinkstock-617593184_iStock_Sébastien Bonaimé

Mehrere Geräte stehen für die Sauerstofftherapie bei COPD zur Auswahl

Die Sauerstofftherapie bei einer COPD sollte jeden Tag mindestens 16 Stunden, am besten aber ununterbrochen 24 Stunden lang durchgeführt werden. Heute gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Sauerstoffgeräten. Der Facharzt entscheidet, welches System das passende für die COPD-Behandlung eines Patienten ist.

Häufigste Nebenwirkung einer Sauerstofftherapie bei COPD ist ein Austrocknen der Nasenschleimhäute. Dann sollte der Sauerstoff befeuchtet werden. Auch pflegende Nasensprays und -salben können helfen. Durch eine gründliche Beurteilung des behandelnden Arztes kann die Notwendigkeit einer Sauerstofftherapie ermittelt werden.

Quellen

1. Report of the Medical Research Council Working Party: Long−term domiciliary oxygen in chronic hypoxic cor pulmonale complicating chronic bronchitis and emphysema. Lancet 1981; 1: 681-685.

2. Leach, Davidson, Chinn et al: Portable liquid oxygen and exercise ability in severe respiratory disability. Thorax 1992; 47: 78-789.

3. Magnussen, Goeckenjan, Köhler et al.: Leitlinien zur Sauerstoff−Langzeit−Therapie. Pneumologie 2001; 55: 454-464.

INFOS FÜRS ARZTGESPRÄCH

Unsere kostenlosen Infomaterialien helfen Ihnen oder Ihren Angehörigen dabei, dem Arzt Beschwerden zu verdeutlichen.

Informationen erhalten